Naturgefahren am bestehenden Speicher Gepatsch im Kaunertal und in dessen Einzugsgebiet

1.) a) Dokumente/Berechnungen, die belegen, auf welche Kapazität der Grundablass des Speichers Gepatsch (im Folgenden: Speicher) ausgelegt ist, wie die Auf- u. Abstaugeschwindigkeiten berechnet werden u. wie viel Zeit (Min/Std/Tage) eine kontrollierte Speicherentleerung im Falle eines Störfalls od. einer sonstigen Gefährdung beanspruchen würde. b) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Berechnungen siehe 1a
2.) a) Die Ergebnisse aller Untersuchungen, Messungen/Kartierungen zum Vorkommen d. Entwicklung von Permafrost u. Blockgletschern am Speicher oberhalb von 2.700 m u. in seinem Einzugsgebiet (innerhalb eines Radius von 20 km Luftlinie ausgehend von der Mitte der Staumauer des Gepatsch Stausee (im Folgenden: Stausee) einschließlich Bligg- u. Weißseespitze) b) Die aus diesen Ergebnissen abgeleiteten Gefahrenszenarien, die sich durch den Rückgang von Blockgletschern u. Permafrost oberhalb des Speichers ergeben (insb. im Hinblick auf die Hangstabilität u. die Wahrscheinlichkeit v. Hangbewegungen sowie großkalibrigen Fels- u. Bergstürzen (ab einem Volumen von 10.000 m3) c) Die aus diesen Ergebnissen identifizierten Gefahrenzonen rund um den Speicher, sowie daraus abgeleitete Notfall- u. Evakuierungsmaßnahmen d) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zu den Themen 2a-2c
3.) a) Die Ergebnisse aller Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zum Vorkommen der Entwicklung (insb. dem Rückgang) von Gletschern oberhalb des Speichers u. in seinem Einzugsgebiet (innerhalb eines Radius von 20 km Luftlinie ausgehend von der Mitte der Staumauer des Stausees - einschließlich Bligg- u. Weißseespitze) b) Die aus diesen Ergebnissen abgeleiteten Gefahrenszenarien, die sich durch den Rückgang von Gletschern oberhalb des Speichers ergeben c) Die aus diesen Ergebnissen identifizierten Gefahrenzonen im Einzugsgebiet des Speichers, sowie daraus abgeleitete Notfall- u. Evakuierungsmaßnahmen d) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zu den Themen 3a-3c
4.) a) Die Ergebnisse aller Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zur Eintretenswahrscheinlichkeit großkalibriger Fels- u. Bergstürze (ab einem Volumen von 10.000 m3, die sich unter anderem [LR4.1] aufgrund des tauenden Permafrosts entwickeln könnten) oberhalb des Speichers (ab 2.700 m) u. in seinem Einzugsgebiet (innerhalb eines Radius von 20 km Luftlinie ausgehend von der Mitte der Staumauer des Stausees - einschließlich Bligg- u. Weißseespitze) b) Die aus diesen Ergebnissen abgeleiteten Gefahrenszenarien, die sich durch das Risiko von großkalibrigen Felsstürzen im Einzugsgebiet des Speichers ergeben, einschließlich des Szenarios eines Felssturzes in den Speicher u. einer daraus resultierenden Flutwelle (einschließlich der berechneten Länge der Sturzbahn) c) Zusätzlich wird um die Beantwortung der Frage ersucht, welche konkreten Pegelstände durch eine resultierende Flutwelle in der Fagge u. im Inn ausgelöst werden könnten d) Die aus den obigen Ergebnissen (4.a-b) identifizierten Gefahrenzonen im Einzugsgebiet des Speichers bis ins Siedlungsgebiet, sowie daraus abgeleitete Notfall- u. Evakuierungsmaßnahmen e) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zu den Themen 4a-4d
5.) a) Belege für Untersuchung möglicher Prozesskaskaden ausgelöst durch Permafrost-Rückgang, Gletscherschwund, der Bildung neuer Seen, großkalibrige Fels- u. Bergstürze u. Massenbewegungen. b) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen zu den Themen 5a
6.) Die letztgültige/n (aktualisierte/n) Überflutungskarte/n für das Kaunertal, aus denen hervorgeht, welche Bereiche im Kaunertal im Falle eines Störungsfalles bzw. eines durch den Kraftwerks-Betrieb bedingtes Hochwasser betroffen wären.
7.) Alle Unterlagen zu Notfall-Evakuierungsplänen u. -abläufen bei einem Störfall ausgehend vom bestehenden Kraftwerk bzw. dem Speicher, die, zusätzlich zum bestehenden Störfallinformationsblatt, eine geordnete Evakuierung der Bevölkerung im Kaunertal durch detaillierte Informationen sicherstellen, einschließlich folgender Informationen: a) Beschreibung des detaillierten Ablaufes ab dem Moment, indem die Gefahrensensoren im Bereich des Stausees anschlagen (einschließlich der Dauer der Evakuierung) b) Information, wann u. durch welche Stelle die grünen Hinweisschilder mit der Aufschrift „Sammelplatz“ oder „Fluchtweg aufgestellt werden c) Information, wann die vorgesehenen Sammelplätze den Einheimischen sowie den Gästen bekanntgegeben werden (einschließlich eines gesonderten Sicherheitskonzeptes für Gäste, die sich in der Region nicht auskennen) d) Informationen, wie die Evakuierungssituation in den Wintermonaten abläuft e) Information über die Verfügbarkeit von Depots für private Habseligkeiten, die im Notfall gesichert werden müssen
Bitte Informationen als Ergänzung zum letztgültigen Störfallinformationsblatt.

Warte auf Antwort

  • Datum
    9. April 2026
  • Frist
    9. Mai 2026
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Anfragesteller/in
Sehr geehrteAntragsteller/in hiermit beantrage ich gemäß § 7ff Informationsfreiheitsgesetz (IFG) die Erteilung fo…
An Tiroler Wasserkraft AG Details
Von
Anfragesteller/in
Betreff
Naturgefahren am bestehenden Speicher Gepatsch im Kaunertal und in dessen Einzugsgebiet [#4677]
Datum
9. April 2026 16:35
An
Tiroler Wasserkraft AG
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.
Sehr geehrteAntragsteller/in hiermit beantrage ich gemäß § 7ff Informationsfreiheitsgesetz (IFG) die Erteilung folgender Information:
1.) a) Dokumente/Berechnungen, die belegen, auf welche Kapazität der Grundablass des Speichers Gepatsch (im Folgenden: Speicher) ausgelegt ist, wie die Auf- u. Abstaugeschwindigkeiten berechnet werden u. wie viel Zeit (Min/Std/Tage) eine kontrollierte Speicherentleerung im Falle eines Störfalls od. einer sonstigen Gefährdung beanspruchen würde. b) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Berechnungen siehe 1a 2.) a) Die Ergebnisse aller Untersuchungen, Messungen/Kartierungen zum Vorkommen d. Entwicklung von Permafrost u. Blockgletschern am Speicher oberhalb von 2.700 m u. in seinem Einzugsgebiet (innerhalb eines Radius von 20 km Luftlinie ausgehend von der Mitte der Staumauer des Gepatsch Stausee (im Folgenden: Stausee) einschließlich Bligg- u. Weißseespitze) b) Die aus diesen Ergebnissen abgeleiteten Gefahrenszenarien, die sich durch den Rückgang von Blockgletschern u. Permafrost oberhalb des Speichers ergeben (insb. im Hinblick auf die Hangstabilität u. die Wahrscheinlichkeit v. Hangbewegungen sowie großkalibrigen Fels- u. Bergstürzen (ab einem Volumen von 10.000 m3) c) Die aus diesen Ergebnissen identifizierten Gefahrenzonen rund um den Speicher, sowie daraus abgeleitete Notfall- u. Evakuierungsmaßnahmen d) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zu den Themen 2a-2c 3.) a) Die Ergebnisse aller Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zum Vorkommen der Entwicklung (insb. dem Rückgang) von Gletschern oberhalb des Speichers u. in seinem Einzugsgebiet (innerhalb eines Radius von 20 km Luftlinie ausgehend von der Mitte der Staumauer des Stausees - einschließlich Bligg- u. Weißseespitze) b) Die aus diesen Ergebnissen abgeleiteten Gefahrenszenarien, die sich durch den Rückgang von Gletschern oberhalb des Speichers ergeben c) Die aus diesen Ergebnissen identifizierten Gefahrenzonen im Einzugsgebiet des Speichers, sowie daraus abgeleitete Notfall- u. Evakuierungsmaßnahmen d) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zu den Themen 3a-3c 4.) a) Die Ergebnisse aller Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zur Eintretenswahrscheinlichkeit großkalibriger Fels- u. Bergstürze (ab einem Volumen von 10.000 m3, die sich unter anderem [LR4.1] aufgrund des tauenden Permafrosts entwickeln könnten) oberhalb des Speichers (ab 2.700 m) u. in seinem Einzugsgebiet (innerhalb eines Radius von 20 km Luftlinie ausgehend von der Mitte der Staumauer des Stausees - einschließlich Bligg- u. Weißseespitze) b) Die aus diesen Ergebnissen abgeleiteten Gefahrenszenarien, die sich durch das Risiko von großkalibrigen Felsstürzen im Einzugsgebiet des Speichers ergeben, einschließlich des Szenarios eines Felssturzes in den Speicher u. einer daraus resultierenden Flutwelle (einschließlich der berechneten Länge der Sturzbahn) c) Zusätzlich wird um die Beantwortung der Frage ersucht, welche konkreten Pegelstände durch eine resultierende Flutwelle in der Fagge u. im Inn ausgelöst werden könnten d) Die aus den obigen Ergebnissen (4.a-b) identifizierten Gefahrenzonen im Einzugsgebiet des Speichers bis ins Siedlungsgebiet, sowie daraus abgeleitete Notfall- u. Evakuierungsmaßnahmen e) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen, Messungen u. Kartierungen zu den Themen 4a-4d 5.) a) Belege für Untersuchung möglicher Prozesskaskaden ausgelöst durch Permafrost-Rückgang, Gletscherschwund, der Bildung neuer Seen, großkalibrige Fels- u. Bergstürze u. Massenbewegungen. b) Belege über aktuell in Auftrag gegebene oder geplante Untersuchungen zu den Themen 5a 6.) Die letztgültige/n (aktualisierte/n) Überflutungskarte/n für das Kaunertal, aus denen hervorgeht, welche Bereiche im Kaunertal im Falle eines Störungsfalles bzw. eines durch den Kraftwerks-Betrieb bedingtes Hochwasser betroffen wären. 7.) Alle Unterlagen zu Notfall-Evakuierungsplänen u. -abläufen bei einem Störfall ausgehend vom bestehenden Kraftwerk bzw. dem Speicher, die, zusätzlich zum bestehenden Störfallinformationsblatt, eine geordnete Evakuierung der Bevölkerung im Kaunertal durch detaillierte Informationen sicherstellen, einschließlich folgender Informationen: a) Beschreibung des detaillierten Ablaufes ab dem Moment, indem die Gefahrensensoren im Bereich des Stausees anschlagen (einschließlich der Dauer der Evakuierung) b) Information, wann u. durch welche Stelle die grünen Hinweisschilder mit der Aufschrift „Sammelplatz“ oder „Fluchtweg aufgestellt werden c) Information, wann die vorgesehenen Sammelplätze den Einheimischen sowie den Gästen bekanntgegeben werden (einschließlich eines gesonderten Sicherheitskonzeptes für Gäste, die sich in der Region nicht auskennen) d) Informationen, wie die Evakuierungssituation in den Wintermonaten abläuft e) Information über die Verfügbarkeit von Depots für private Habseligkeiten, die im Notfall gesichert werden müssen Bitte Informationen als Ergänzung zum letztgültigen Störfallinformationsblatt.
Bitte informieren Sie mich, ob die angefragten Informationen aus Ihrer Sicht aus einer Verwaltungstätigkeit (Privatwirtschaftsverwaltung) oder aus einer unternehmerischen Tätigkeit stammen und welcher Abschnitt bzw. welche Verfahrensregeln aus Ihrer Sicht zur Anwendung kommen werden. Die Glaubhaftmachung der Identität erfolgt seperat. Mit freundlichen Grüßen Antragsteller/in Antragsteller/in Anfragenr: 4677 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.at/a/4677/ Postanschrift Antragsteller/in Antragsteller/in << Adresse entfernt >> << Adresse entfernt >>
Mit freundlichen Grüßen Anfragesteller/in