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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Informationsbegehren gemäß IFG - Vorarlberger Wolfsmanagementverordnung (WMVO) und Erhaltungszustand des Wolfes“
Seite 4 • die Populationen der betroffenen Wildart in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet trotz- dem ohne Beeinträchtigung in einem günstigen Erhaltungszustand verweilen können bzw. eine weitere Verschlechterung des gegenwärtigen ungünstigen Erhaltungszustandes in Österreich einschl. Vorarlberg ausgeschlossen werden kann. Diese Verordnung dient der Aufrechterhaltung der Alpbewirtschaftung sowie der Verhütung ernster Schäden an Nutztierbeständen durch den beschriebenen Wolf (§ 1). Rechtfertigungsgrund: Gem. Anlage II, Pkt 4.2 (zu § 2 Abs. 1 und 3 sowie § 4 Abs. 4 der Wolfsmanagementverordnung – WMVO, LGBl.Nr. 30/2024) ist der gegenständliche Wolf als Schadwolf einzustufen und seine Ent- nahme somit in Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Alpbewirtschaftung sowie der Verhütung ernster Schäden insbesondere an Kulturen und in der Tierhaltung iSd § 27 Abs 4 lit b JagdG not- wendig. In Vorarlberg wird ua. die Drei-Stufen-Landwirtschaft betrieben. Die Bewirtschaftung der Alpen stellt einen wesentlichen Bestandteil der Landwirtschaft dar (wirtschaftlich und strukturell). In Vorarlberg stellt gerade die Land- und Alpbewirtschaftung einen wesentlichen Teil der Landeskul- tur bzw. der Vorarlberger Identität dar. Neben der Pflege und Erhaltung eines vielfältigen, reich strukturierten Landschaftsbildes trägt die naturnahe Alpbewirtschaftung ganz wesentlich zur För- derung der Biodiversität bei. Darüber hinaus stellen die Alpen auch einen bedeutsamen Erho- lungsraum für die Menschen dar. Bei Nutztierrissen durch den Wolf zielt die zugelassene Ausnahme vor allem darauf ab, ernste Nutztierschäden zu verhindern. Dabei muss der Schaden nicht bereits eingetreten sein. Allerdings muss die Wahrscheinlichkeit eines ernsten, über das normale Betriebsrisiko hinausgehenden Schadens nachgewiesen werden (siehe Leitfaden der EK, Seite 124). Beim Rissgeschehen am 04.07.2024 wurde auf der Alpe Ostergunten ein 2-jähriges Rind (trächtig) durch einen Wolf aus der italienischen Quellpopulation verletzt, welches im Nachhinein eingeschläfert werden musste. Die in räumlicher Nähe zum Rissgeschehen vom 04.07.2024 ereigneten Rissereignisse am 01.08.2024 und 03.08.2024, bei welchen zwei Rinder gerissen und ein weiteres verletzt wurden, stellen aus alpwirtschaftlicher Sicht ernste, über das normale Betriebsrisiko hinausgehende Schä- den an Nutztierbeständen dar. Darüber hinaus ist aufgrund der vermehrten Übergriffe auf Rinder durch denselben Wolf auf demselben Alpgebiet sowie einer naheliegenden Alpe eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Eintritt eines ernsten Schadens gegeben. Zudem ist die weitere Bewirtschaftung der Al- pen gefährdet.
Seite 5 Nach Einschätzung des wildökologischen - jagdwirtschaftlichen Amtssachverständigen hat sich aus den vorliegenden Erfahrungen heraus erwiesen, dass die Beschränkung der Abschusszone auf ein Gebiet von ca. 10 km im Umkreis der Alpe Ostergunten als zu kleinräumig anzusehen ist. Mit dem o.a. Rissgeschehen wird die räumliche Erweiterung auf im Gutachten bestimmte Jagdge- biete der Wildregionen 1.1 Großes Walsertal, 1.2 Frödischtal-Laternsertal-Dünserberg und 1.3a Ebnitertal empfohlen. Alternativenprüfung: Aus wildökologischer Sicht wurden sowohl die Vergrämung als auch die Besenderung als taugli- che Alternativen zur letalen Entnahme ausgeschlossen. Allein auf Grund der Größe der Weideflä- chen sowie der hohen Anzahl von Tierherden im betroffenen Raum einerseits und des unbekann- ten Zeitpunktes eines Wolfsangriffes anderseits, stellen Vergrämungsmaßnahmen im vorliegen- den Fall keine wirkvolle Möglichkeit für die Verhinderung von Schäden an Nutztieren dar. Diese Meinung wird in Bezug auf schadenstiftende Wölfe mittlerweile als allgemein gültig erachtet. Un- ter anderem ist diese auch im Praxisleitfaden zur Erteilung artenschutzrechtlicher Ausnahmen nach §§ 45 und 45a des deutschen Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) beim Wolf, insbeson- dere bei Nutztierrissen explizit erwähnt. Die Besenderung setzt die Installierung eines speziellen fachlich geschulten und praxiserprobten „Einsatzteams“ sowie das dafür notwendige technische Equipment voraus. Beides ist in Vorarlberg nicht vorhanden. Nachdem davon auszugehen ist, dass im hinteren Bregenzerwald gegenwärtig lediglich ganz wenige Wölfe gleichzeitig anwesend sind, erscheint das Besendern eines Tieres ebenfalls als nicht praxistauglich, weil dies, sofern überhaupt funktionierend, extrem zufallsabhängig ist, nur mit einem hohen Zeitaufwand und da- her mit einer zeitlichen Verschleppung des Problems verbunden wäre. Aus landwirtschaftsfachlicher Sicht wurde sowohl die Behirtung, die herdenschutztaugliche Zäu- nung als auch der Einsatz von Herdenschutzhunden aus nachfolgenden Gründen als undurchführ- bar, unverhältnismäßig oder nicht zumutbar ausgeschlossen: Das Rissereignis bzw. der Vorfall hat in einem Weideschutzgebiet (§ 5 WMVO) stattgefunden. Aufgrund der vorliegenden topographischen Verhältnisse – Hangneigung, Oberflächenrauhigkeit der Zaunlinie, der Wasserläufe, der Straßen und Wege sowie Wald bzw. Waldweide – ist eine Ein- zäunung der betroffenen Nutztiere zum Schutz vor dem betroffenen Wolf (§ 1) faktisch nicht möglich bzw. nicht zumutbar. Dies wird auch aus wildökologischer Sicht strikt abgelehnt, da flä- chige Abzäunungen von Weidegebieten die Mobilität anderer Wildtiere, als auch den Zugang zu Äsungsflächen, massiv beeinträchtigt und eine große Gefahrenquelle für die Tiere darstellen. Andere Herdenschutzmaßnahmen abseits der Einzäunung, wie beispielsweise Behirtung, Herden- schutzhunde und/oder Nachtpferchung, sind aus landwirtschaftlicher Sicht ebenfalls faktisch nicht möglich bzw. nicht zumutbar.
Seite 6 Die Präsenz von Beutegreifern (Wolf) verlangt eine 24-Stunden Betreuung der Nutztiere. Auf- grund der begrenzten Verfügbarkeit an gut ausgebildeten Hirten sowie der inhomogenen Herde ist eine derartige Betreuung nicht zumutbar bzw. nicht möglich. Zudem erschweren die topografi- schen Verhältnisse auf der Alpe Süns sowie der Größe (227 ha) die Behirtung. Zur Möglichkeit des Einsatzes von Herdenschutzhunden ist auszuführen, dass laut Auskunft des Österreichzentrum Bär Wolf Luchs es in Österreich derzeit 14 zertifizierte Herdenschutzhunde gibt. Diese Herdenschutzhunde sind ausgebildet/sozialisiert für den Schutz von Kleinwiederkäu- ern (Schafe/Ziegen), nicht jedoch für Rinder. Darüber hinaus ist die Alpe Süns ein beliebtes Wan- dergebiet. Ein Herdenschutzhund kann seine Aufgaben nur erfüllen, wenn dieser frei herumlau- fen kann. Der Einsatz von Herdenschutzhunden ist aufgrund des Gefährdungspotenzials durch Schnapp- und Bissverletzungen und der daraus resultierenden Tierhalterhaftung nicht zumutbar. Je mehr Tierhalter auf einer Alpe auftreiben, umso inhomogener ist eine Herde einzustufen. Durch die entstehende Herdeninhomogenität ist die Durchführung einer gelenkten Weidefüh- rung bzw. eines gemeinsamen Nachtpferchs nicht zumutbar bzw. nicht möglich. Erhaltungszustand der Wolfspopulation: Gemäß dem Leitfaden der Europäischen Kommission können im Einzelfall Ausnahmen zur Tötung von wenigen Exemplaren auch dann genehmigt werden, wenn der Erhaltungszustand der Art (noch) nicht günstig ist, vorausgesetzt, dass die Ausnahmeregelung im Hinblick auf den Erhal- tungszustand neutral ist, d.h. dass die Ausnahmeregelung das Ziel der Wiederherstellung bzw. Wahrung eines günstigen Erhaltungszustands der Wolfspopulation in ihrem natürlichen Verbrei- tungsgebiet nicht gefährdet. Die Folgewirkungen einer Ausnahmeregelung insgesamt für die Po- pulationsdynamik, das Verbreitungsgebiet, die Populationsstruktur und den Gesundheitszustand (einschließlich genetischer Aspekte) oder für die Vernetzungsbedürfnisse der betroffenen Wolfspopulation dürfen daher nicht negativ ausfallen (siehe Leitfaden der EK, Seite 129). Der wildökologische Amtssachverständige hat in seiner Stellungnahme ausgeführt, dass „Selbst wenn allein in Österreich bzw. Vorarlberg der günstige Erhaltungszustand derzeit noch nicht erreicht ist, bedeutet die Entnahme eines schadensstiftenden Wolfes im Bregenzerwald auch unter Berücksichtigung weiterer gezielter bzw. selektiver Entnahmen in den umliegenden Ländern und Staaten weder eine Verschlechterung des günstigen Erhaltungszustandes der Teilpopulatio- nen im Alpenraum sowie im mitteleuropäischen Tiefland noch eine weitere Verschlechterung des gegenwärtigen ungünstigen Erhaltungszustandes in Österreich einschl. Vorarlberg, noch eine Be- hinderung für die Herstellung eines günstigen Erhaltungszustandes des Wolfes in Österreich als auch in Vorarlberg. (…) Nachdem es sich bei zuwandernden Wölfen nach Vorarlberg meistens um männliche Jungwölfe handelt, ist durch die letale Entnahme einzelner Problemwölfe selbst unter Berücksichtigung von
Seite 7 zusätzlichen selektiven Entnahmen in anderen Ländern der Alpenpopulation von keinen bestan- deswirksamen Eingriffen und damit auch von keinen negativen Auswirkungen auf die betroffenen Teilpopulationen auszugehen.“ Die Universität Luzern, Rechtswissenschaftliche Fakultät, hat in einer Kurzbewertung festgehal- ten, dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der Rs. C-601/22 die auch schon bisher geltende Praxis der EU- Kommission/GD Umwelt bestätigt hat. Die Vorgabe einer Bewertung insbesondere auf Populationsebene, die der aktuellen wildtierbiologischen Expertise entsprechen würde, bleibt weiterhin Aufgabe des EU-Gesetzgebers. Überdies ist für die Entnahme von Einzelwölfen (Prob- lem/Schad-, Risikowolf) - da der EuGH in der Rs. C-601/22 nicht darauf eingeht - wie bisher von der Geltung der Tapiola-Rechtsprechung auszugehen, wonach unter bestimmten Voraussetzun- gen Wölfe auch bei ungünstigem Erhaltungszustand entnommen werden dürfen. Im gegenständlichen Fall liegt ein Rechtfertigungsgrund iSd der FFH-Richtlinie vor. Alternativen zur letalen Entnahme wurden geprüft, mussten jedoch als unverhältnismäßig bzw. untauglich verneint werden. Somit kann unter den vorliegenden Voraussetzungen der Wolf auch bei un- günstigem Erhaltungszustand entnommen werden, insbesondere da die letale Entnahme keinen bestandswirksamen Eingriff darstellt. Aufgrund der vorliegenden Gefahrensituation – der Wolf hat bereits mehrere Rinder gerissen - und dem Mangel an tauglichen Alternativen, ist die letale Entnahme des Tiers die einzig wirksame und geeignete Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Alpbewirtschaftung sowie zur Verhütung ernster Schäden an Nutztierbeständen durch den betroffenen/beschriebenen Wolf (§1). Diese Maßnahme, sowie die eingesetzten Mittel, sind unter Berücksichtigung der konkret vorliegenden Gefahr verhältnismäßig. 2. Finanzielle Auswirkungen für Gebietskörperschaften: Die Erlassung der gegenständlichen Verordnung bedingt für den Bund, das Land und die Gemein- den voraussichtlich keine zusätzlichen Vollzugskosten. 3. EU-Recht: Mit der Erlassung der gegenständlichen Verordnung werden ergänzende Umsetzungsmaßnah- men im Hinblick auf die Art. 12, 14, 15 und 16 der Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürli- chen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (FFH-Richtlinie) gesetzt. 4. Auswirkungen auf die Ziele der Energieautonomie / des Klimaschutzes / der Klimawandelan- passung: Die gegenständliche Verordnung hat neutrale Auswirkungen auf die Ziele der Energieautonomie, die Ziele des Klimaschutzes und eher neutrale Auswirkungen auf die Ziele der Klimawandelanpas- sung.
Seite 8 II. Zu den einzelnen Bestimmungen: Zu § 1: Im Jagdgebiet Eigenjagd Ostergunten der Wildregion 1.5b Bezau-Schönenbach wurde am 4.7.2024 ein trächtiges Rind nachweislich von einem Wolf, welcher der italienischen Quellpopula- tion entstammt, gerissen. Das Rind wies Riss- und Kratzspuren auf und musste in Folge einge- schläfert werden. Im Jagdgebiet Eigenjagd Süns der Wildregion 1.3a Ebnitertal wurden am 01.08.2024 und am 03.08.2024 zwei Rinder getötet und ein Rind verletzt. Die räumliche und zeit- liche Nähe der einzelnen Rissereignisse sowie insbesondere das außergewöhnliche Verhalten des Wolfes, Rinder anzugreifen, sind Indizien dafür, dass es sich um denselben Wolf handelt. In Abs. 1 wird der Wolf sowie die Rissgeschehnisse (Ort, Zeit, etc.) näher beschrieben und eine Ausnahme von der ganzjährigen Schonung bestimmt. Abs. 2 definiert den zuvor beschriebenen Wolf als Schadwolf iSd § 2 Abs. 3 sowie der Anlage II, Punkt 4.2. der WMVO. Der Aktionsradius eines Wolfes reicht in der Regel über viele Kilometer weit, weshalb ein Großteil des hinteren Bregenzerwaldes als potentielles Streifgebiet des Wolfes heranzuziehen ist und die in Abs. 3 angeführten Wildregionen und Jagdgebiete in die Ausnahme einzubeziehen sind. Die Entnahme als geeignete Maßnahme ergibt sich einerseits aus der Anlage II, Punkt 4.2. der WMVO (letale Entnahme) sowie den obigen Ausführungen zur Alternativenprüfung. Zu § 2: Abs. 1 definiert den zur letalen Entnahme des betreffenden Wolfes berechtigten Personenkreis. Ein Jagdausübungsberechtigter ist eine Person, die eine Jagdkarte und im jeweiligen Revier über einen Jagderlaubnisschein besitzt. Als geeignete Maßnahme zur Erreichung des Zieles ist gemäß Abs. 2 die Entnahme durch qualifi- zierte Personen mit Jagdgewehren, Kaliber mindestens 6 mm und Munition die eine Mindestauf- treffenergie von 2.000 Joule hat, sowie mit einem Teilzerlegungs- oder Deformationsgeschoß ausgestattet ist. Die Verwendung des technischen Hilfsmittels „Nachtzielfernrohr“ ist im konkre- ten Fall erlaubt, da der Wolf Dämmerungs- und Nachtzeiten aktiv ist. Abs. 3 definiert nicht geeig- nete Mittel. Abs. 4 erlaubt einem eingeschränkten und definierten Personenkreis die Verwendung des techni- schen Hilfsmittels „Nachtzielfernrohr“ ausschließlich für die Ausübung der Jagd auf den Wolf. Die Notwendigkeit liegt vor, da es sich beim Wolf um eine Tierart handelt, die in Kulturlandschaften v.a. in den Dämmerungs- und Nachtzeiten aktiv ist bzw. zu Beutezügen schreitet. Die Wahr- scheinlichkeit, einen Wolf am hellen Tag anzutreffen von Haus aus eher gering. Damit die be-
Seite 9 troffenen Jäger weitgehend unabhängig von den Lichtbedingungen (z.B. Dämmerung, Vollmond- nächte) agieren können, wurde die Ausnahme vom Verbot der Verwendung des technischen Hilfsmittels „Nachtzielfernrohr“ erteilt. Zu § 3: Die durchgeführte Maßnahme ist unverzüglich, spätestens innerhalb einer Frist von 12 Stunden, der zuständigen Behörde zu melden. Die Meldung hat über die elektronische Jagdverwaltungsda- tenbank zu erfolgen. Dabei sind die im Verordnungstext aufgelisteten Angaben bekannt zu ge- ben. Durch die Meldung soll volle Transparenz bei artenschutzrechtlichen Ausnahmen betreffend Wölfe gewährleistet werden. Gemäß § 17 Abs. 3 Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz 1991 (AVG), BGBl. Nr. 51/1191, sind von einer allfälligen (zu beantragenden) Akteneinsicht Aktenbestandteile ausgenommen, in- soweit deren Einsichtnahme eine Schädigung berechtigter Interessen einer Partei oder dritter Personen oder eine Gefährdung der Aufgaben der Behörde herbeiführen oder den Zweck des Verfahrens beeinträchtigen würde. Zu § 4: Die Verordnung soll aufgrund von Gefahr in Verzug und zur Vermeidung weiterer ernster Schä- den sowie der Aufrechterhaltung der Alpwirtschaft unmittelbar mit der Kundmachung im Verord- nungsblatt der Bezirkshauptmannschaft Bregenz in Kraft treten (vgl. § 9b Kundmachungsgesetz, LGBl.Nr. 35/1989 idF LGBl.Nr. 04/2022). Die zeitliche Befristung erfolgt aufgrund der Weidesaison auf den Alpen und Vorsäßen in den be- troffenen Wildregionen. Zu Anhang I: Dieser listet die betreffenden Jagdgebiete der Wildregionen 1.1 Großes Walsertal, 1.2 Frödisch- tal-Laternertal-Dünserberg und 1.3a Ebnitertal, in welchen die verordnete Ausnahme von den Geboten und Verboten für das Jagen sowie von der ganzjährigen Schonzeit gilt.