Umgang mit dauerhaft kümmernden Bäumen in der Seestadt Aspern
Anlass meiner Anfrage ist eine Reihe von Ginkgobäumen in der Seestadt:
- Hannah-Arendt-Platz Baum 102, 103, 106, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121, 122
- Mimi-Großberg-Gasse Baum 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110
- Frenkel-Brunswick-Gasse Baum 103
Diese Bäume wurden vor rund elf Jahren gepflanzt. Seit dem ist ihre Entwicklung jedoch weit hinter dem zurückgeblieben, was sich bei anderen Ginkgobäumen vergleichbaren Alters in der Seestadt beobachten lässt. Ihr Zustand hat sich über Jahre hinweg nicht nennenswert verbessert. Zwar tragen die Bäume vereinzelt noch einige Blätter und gelten damit offenbar noch als lebend, tatsächlich vermitteln sie jedoch seit Langem eher den Eindruck von Baumskeletten als von entwicklungsfähigen Parkbäumen.
Uns ist bewusst, dass Ginkgobäume grundsätzlich zu den langsam wachsenden Baumarten zählen. Genau deshalb stützen wir unsere Einschätzung nicht auf unrealistische Wachstumserwartungen, sondern auf einen Vergleich mit anderen Ginkgobäumen gleichen Alters und unter vergleichbaren Standortbedingungen. Im Bereich der Seestadt gibt es zahlreiche Ginkgobäume, die deutlich vitaler wirken und in den vergangenen Jahren ein wesentlich stärkeres Wachstum gezeigt haben (z.B. Frenkel-Brunswick-Gasse Baum 102).
Nach unserem bisherigen Eindruck werden Bäume von der Stadt Wien grundsätzlich erst dann ersetzt, wenn sie vollständig abgestorben sind. Sollte dies der geltenden Praxis entsprechen, führt diese Vorgehensweise im vorliegenden Fall dazu, dass ein offensichtlich gravierendes Problem über viele Jahre bestehen bleibt, ohne dass eine nachhaltige Lösung erfolgt.
Die Anwohnerinnen und Anwohner sind darüber zunehmend verärgert. Mit jedem weiteren Jahr, in dem abgewartet wird, verschiebt sich auch der Zeitpunkt, zu dem an dieser Stelle endlich ein wirksamer Schatten- und Kühlungseffekt entstehen könnte, um ein weiteres Jahr nach hinten. Gerade angesichts immer heißerer Sommer ist es aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, warum bei Bäumen, die nach elf Jahren praktisch keine Entwicklung zeigen, weiterhin lediglich auf ihr vollständiges Absterben gewartet wird.
Ich ersuche daher um Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Wurden die oben genannten Bäume in den vergangenen Jahren fachlich begutachtet? Falls entsprechende Gutachten oder Beurteilungen vorliegen, ersuche ich um deren Übermittlung.
2. Wie beurteilt die Stadt Wien die langfristige Entwicklungs- und Überlebensfähigkeit dieser Bäume?
3. Welche konkreten Maßnahmen sind hinsichtlich dieser Bäume vorgesehen, und innerhalb welchen Zeitraums sollen diese umgesetzt werden?
Anfrage muss klassifiziert werden
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Datum13. August 2026
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10. September 2026
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