Bienensterben

Anfrage an:
Wien
Genutztes Gesetz:
Wiener Auskunftspflichtsgesetz
Status dieser Anfrage:
Anfrage erfolgreich
Zusammenfassung der Anfrage

Welche Maßnahmen setzt die Stadt Wien um das Honig- und Wildbienensterben aufzuhalten? Wird in der Bepflanzung bei Straßenbäumen sowie bei der Auswahl an Sommerblumen auf die Bienenfreundlichkeit der Pflanzen geachtet?


Korrespondenz

  1. 16. Apr 2021
  2. 27. Apr
  3. 08. Mai
  4. 19. Mai
  5. 11. Jun 2021
Von
Jakob Egger BA
Betreff
Bienensterben [#2259]
Datum
16. April 2021 08:51
An
Wien
Status
Warte auf Antwort — E-Mail erfolgreich abgeschickt!

Sehr geehrte<< Anrede >> Hiermit beantrage ich gem §§ 2,3 Wiener Auskunftspflichtgesetz die Erteilung folgender Auskunft:
Welche Maßnahmen setzt die Stadt Wien um das Honig- und Wildbienensterben aufzuhalten? Wird in der Bepflanzung bei Straßenbäumen sowie bei der Auswahl an Sommerblumen auf die Bienenfreundlichkeit der Pflanzen geachtet?
Sollte keine oder nur teilweise Antwort gewährt werden, beantrage ich hiermit die Ausstellung eines Bescheids nach § 3 Wiener Auskunftspflichtgesetz. Jakob Egger BA <<E-Mail-Adresse>> Postanschrift Jakob Egger BA << Adresse entfernt >>
Mit freundlichen Grüßen Jakob Egger BA
  1. 6 Monate, 1 Woche her16. April 2021 08:51: Jakob Egger BA hat eine Nachricht an Wien gesendet.
Von
Wien
Betreff
AW: Bienensterben [#2259]
Datum
16. April 2021 14:29
Status
Anfrage abgeschlossen
Anhänge

Sehr geehrter Herr Egger, Ihre Anfrage ist in der Stadtinformation eingelangt. Zur weiteren Bearbeitung Ihres Anliegens, habe ich dieses an die zuständige Fachdienststelle (Magistratsabteilung 60) weitergeleitet. MA 60 - Veterinäramt und Tierschutz Telefon: +43 1 4000 8060 E-Mail: <<E-Mail-Adresse>> und E-Mail-Adresse>> Mit freundlichen Grüßen
  1. 6 Monate, 1 Woche her16. April 2021 14:30: Nachricht von Wien erhalten.
Von
Wien
Betreff
WG: Bienensterben [#2259]
Datum
19. April 2021 08:09
Status
Anfrage abgeschlossen
Anhänge
image001.png image001.png   3,6 KB Nicht öffentlich!
image002.png image002.png   4,2 KB Nicht öffentlich!

Sehr geehrter Herr Egger, Ihr E-Mail wurde von der Stadtinformation zur Abteilung Stadt Wien Veterinäramt und Tierschutz weitergeleitet. Wir können Ihnen hierzu leider keine Auskunft geben. In unseren Aufgabenbereich fallen lediglich Bienenkrankheiten, im Speziellen seuchenhafte Erkrankungen. Möglicherweise wäre die Abteilung Umweltschutz (Magistratsabteilung 22) die für Ihre Frage geeignetere Auskunftsstelle, an welche wir Ihre Anfrage weitergeleitet haben. Mit freundlichen Grüßen
  1. 6 Monate, 1 Woche her19. April 2021 08:10: Nachricht von Wien erhalten.
  2. 6 Monate her25. April 2021 13:47: Jakob Egger BA hat den Status auf 'Information nicht vorhanden' gesetzt.
Von
Wien
Betreff
WG: Bienensterben [#2259]
Datum
21. Mai 2021 09:49
Anhänge

Sehr geehrter Hr. Egger! Bezüglich ihrer Anfrage vom 16. April 2021 muss ich mich zunächst für die verzögerte Beantwortung entschuldigen. Zu ihrer Frage, welche Maßnahmen die Stadt Wien setzt, um das Honig- und Wildbienensterben aufzuhalten, kann ich folgendes mitteilen: Die Stadt Wien - Umweltschutz setzt sich mit legistischen (insbesondere Naturschutzgesetz, Nationalparkgesetz) und administrativen (Schutzprogramme, Förderungen, Projekte) Maßnahmen für den Erhalt und die Förderung der Natur ein. Fast alle Maßnahmen, die dem Naturschutz in der Stadt dienen, sind auch Maßnahmen, welche Wildbienen nützen. Insbesondere werden auch Maßnahmen speziell zum Schutz der Wildbienen durchgeführt: Das Wr. Arten- und Lebensraumschutzprogramm Netzwerk Natur hat die Wildbienen von Anfang an in seinem Focus und hat schon viele umweltpädagogische und konkrete Maßnahmen gesetzt https://www.wien.gv.at/umweltschutz/n... Das Projekt CITY NATUR hat die Förderung von Blühflächen, und damit auch von Wildbienen als Schwerpunkt https://www.city-nature.eu/ Die Honigbiene ist eine Nutztierart, die von ansässigen Imkern gehegt und gepflegt wird. Die Stadt Wien kooperiert mit der zur Verfügung Stellung von Standplätzen, pflegt aber auch eigen Bienenvölker. In Zusammenarbeit mit privaten Imker*innen stehen in zahlreichen Parkanlagen Bienenstöcke, aus welchen "Wiener Parkhonig" bester Qualität entsteht. https://www.wien.gv.at/umwelt-klimasc.... Die Stadt Wien – Umweltschutz setzt sich auch besonders für die Reduktion von Pestiziden ein und hat eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema eingerichtet (über den Stand der Ergebnisse informiert der Naturschutzbericht der Stadt Wien - https://www.wien.gv.at/umweltschutz/n... Der Landwirtschaftsbetrieb der MA 49 zählt mit rund 1.700 Hektar selbst bewirtschafteter Bio-Fläche zu den größten heimischen Bio-Betrieben https://www.wien.gv.at/kontakte/ma49/.... Zur ihrer Frage, ob bei der Bepflanzung bei Straßenbäumen sowie bei der Auswahl an Sommerblumen auf die Bienenfreundlichkeit der Pflanzen geachtet wird, kann ich ihnen mitteilen: Die Wiener Stadtbäume müssen den hohen Anforderungen, die der Lebensraum Stadt an sie stellt, genügen. Die Wiener Stadtgärten haben gemeinsam mit nationalen und internationalen Experten eine Liste von Baumarten erarbeitet, die mit den besonderen Gegebenheiten einer Stadt - besonders am schwierigen Standort Straße - gut zurechtkommen: Nämlich den erhöhten Stressfaktoren durch Verkehr, Bodenverdichtung, eingeklemmte Wurzeln, Erschütterungen und auch durch die Abstrahlhitze von Glas- und Betonflächen und den vermehrten Hitzetagen. Insgesamt finden sich im Baumsortiment der Wiener Stadtgärten rund 30 verschiedene Baumarten. In der Liste sind auch einige Sorten, denen eine hohe ökologische Wertigkeit bescheinigt wird, wie z.B. Feld- und Spitzahorn, Winterlinde oder Säulenulme. Bei Parkplanungen werden auch Naturwiesen angelegt. Zuletzt beispielswiese in Wien 17., St. Zweigplatz, Wiesenbestand nur einmal gemäht, 21., Alma-Rose-Park, großzügige Staudenflächen (230 m²) geschaffen, 21., Parkanlage Thayergasse, gesamte Rasenfläche (6731,51 m²) wurde in eine Naturwiese umgewandelt; ein Imker nutzt per Vertrag den Standort für 10 Bienenvölker, 21., Parkanlage Lorettowiese, eine 250,43 m2 Naturwiesenfläche wurde geschaffen, 21., In der goldenen Erden, in der Grünanlage wurde eine 2.188,95 m² große Fläche in eine Naturwiese umgewandelt, 22., Ladinigpark, im Zuge der Umgestaltung wurde eine 1447,5 m² große Blumenwiese hergestellt, welche extensiv gepflegt wird. Die von der Stadt Wien – Wiener Stadtgärten verwendeten Staudenmischungen berücksichtigen in ihrer Zusammensetzung auch die Eignung als Nektar- und Pollenspender für Insekten und werden laufend weiterentwickelt. Ich hoffe damit ihre Fragen ausreichend beantworten zu können. Mit freundlichen Grüßen,
  1. 5 Monate, 1 Woche her21. Mai 2021 09:50: Nachricht von Wien erhalten.
  2. 5 Monate, 1 Woche her21. Mai 2021 10:03: Jakob Egger BA hat den Status auf 'Anfrage erfolgreich' gesetzt.