"Roadmap" für Rückkehrzentren in Drittstaaten

Verwendetes Gesetz: Informationsfreiheitsgesetz

Angesichts der Medienberichte (https://www.derstandard.at/story/300000…) über die Entscheidung von fünf EU-Mitgliedstaaten - darunter Österreich - konkrete Schritte zur Gründung bzw. Weiterverfolgung sogenannter „Return Hubs“ in Drittstaaten zu setzen, beantrage ich die Übermittlung von Informationen zu den nachstehend aufgeführten Fragen.

1. Übermittlung der Roadmap
- Den Berichten zufolge wurde am Rande des EU-Rates der Innenminister am 05.03.2026 ein konkreter Fahrplan („Roadmap“) vereinbart. Bitte übermitteln Sie die vollständige, aktuelle Roadmap (inkl. Anhänge) in deutscher und - sofern vorhanden - englischer Fassung.
- Bitte fügen Sie sämtliche dazugehörigen Beschlussprotokolle, Gesprächsvermerke, Arbeitspapiere, Kostenkalkulationen, Risikoanalysen und rechtlichen Bewertungen bei, die am oder seit dem Treffen vom 05.03.2026 erstellt wurden.
- Falls Teile vertraulich sind: Bitte leisten Sie eine teilgeschwärzte Version und benennen Sie die Rechtsgrundlagen der Geheimhaltung.

2. Zielsetzung und Aufgaben der „Return Hubs“
- Welche Funktionen sollen die Hubs konkret übernehmen (z. B. Identitätsfeststellung, Rückführungskoordination, Transitunterbringung, Dokumentenbeschaffung, Vorabentscheidungen)?
- Wie unterscheiden sich diese Hubs von bestehenden Rückführungsmechanismen und Kooperationen (z. B. Frontex, IOM-Programme)?

3. Standorte und Auswahl der Drittstaaten
- Welche Drittstaaten sind als Standorte in der engeren Auswahl? Welche Kriterien (politisch, rechtlich, sicherheitsrelevant, menschenrechtlich) wurden angewandt?
- Liegen bereits Zusagen oder Absichtserklärungen der potenziellen Gaststaaten vor? Bitte übermitteln Sie diese.
- Welche Konsultationen mit lokalen Behörden und Zivilgesellschaft in potenziellen Gaststaaten fanden statt?

4. Kosten, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit
- Bitte legen Sie die vollständige Kostenkalkulation vor (Investitions-, Betriebs-, Personal-, Sicherheits-, Transport-, Rechtsbehelfs-, Monitoringkosten).
- Welche Finanzierungsquellen sind geplant (nationale Budgets der beteiligten Staaten, EU-Fonds wie AMIF, NDICI/Global Europe, EFSD+, sonstige Instrumente)? Bitte beziffern Sie zugesagte und geplanten Mittel, mit denen die Hubs betrieben werden sollen.
- Wie ist der Kostenverteilungsschlüssel zwischen den Staaten? Gibt es Zusagen der Kommission?
- Liegt eine Kosten-Nutzen-Analyse inklusive Sensitivitätsanalyse vor (z. B. Kosten pro Rückführung, Auslastungsannahmen, Szenarien)? Bitte übermitteln Sie diese.

5. Zeitrahmen und Meilensteine
- Welche konkreten Meilensteine enthält die Roadmap (Pilotphase, Vertragsabschlüsse, Bau/Umrüstung, Inbetriebnahme, Evaluationspunkte)?
- Bitte geben Sie den geplanten Starttermin sowie den Zeitpunkt des vorgesehenen Vollbetriebs an.

6. Andere geplante Maßnahmen
- Sind neben den „Return Hubs“ weitere Initiativen geplant, die Funktionen in den Bereichen Asylprüfung, Vorprüfung/Screening, Identitätsfeststellung, Unterbringung, Rückführungskoordination oder Nachbetreuung in Drittstaaten verlagern? Bitte listen Sie diese Projekte mit Zielsetzung, Zuständigkeiten und Umsetzungsstand auf.

Antwort verspätet

Warte auf Antwort
  • Datum
    10. März 2026
  • Frist
    7. April 2026
  • Ein:e Follower:in
Sebastian Sperner
Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit beantrage ich gemäß § 7ff Informationsfreiheitsgesetz (IFG) die Erteilung …
An Bundesministerium für Inneres Details
Von
Sebastian Sperner
Betreff
"Roadmap" für Rückkehrzentren in Drittstaaten [#4558]
Datum
10. März 2026 16:37
An
Bundesministerium für Inneres
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.
Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit beantrage ich gemäß § 7ff Informationsfreiheitsgesetz (IFG) die Erteilung folgender Information:
Angesichts der Medienberichte (https://www.derstandard.at/story/300000…) über die Entscheidung von fünf EU-Mitgliedstaaten - darunter Österreich - konkrete Schritte zur Gründung bzw. Weiterverfolgung sogenannter „Return Hubs“ in Drittstaaten zu setzen, beantrage ich die Übermittlung von Informationen zu den nachstehend aufgeführten Fragen. 1. Übermittlung der Roadmap - Den Berichten zufolge wurde am Rande des EU-Rates der Innenminister am 05.03.2026 ein konkreter Fahrplan („Roadmap“) vereinbart. Bitte übermitteln Sie die vollständige, aktuelle Roadmap (inkl. Anhänge) in deutscher und - sofern vorhanden - englischer Fassung. - Bitte fügen Sie sämtliche dazugehörigen Beschlussprotokolle, Gesprächsvermerke, Arbeitspapiere, Kostenkalkulationen, Risikoanalysen und rechtlichen Bewertungen bei, die am oder seit dem Treffen vom 05.03.2026 erstellt wurden. - Falls Teile vertraulich sind: Bitte leisten Sie eine teilgeschwärzte Version und benennen Sie die Rechtsgrundlagen der Geheimhaltung. 2. Zielsetzung und Aufgaben der „Return Hubs“ - Welche Funktionen sollen die Hubs konkret übernehmen (z. B. Identitätsfeststellung, Rückführungskoordination, Transitunterbringung, Dokumentenbeschaffung, Vorabentscheidungen)? - Wie unterscheiden sich diese Hubs von bestehenden Rückführungsmechanismen und Kooperationen (z. B. Frontex, IOM-Programme)? 3. Standorte und Auswahl der Drittstaaten - Welche Drittstaaten sind als Standorte in der engeren Auswahl? Welche Kriterien (politisch, rechtlich, sicherheitsrelevant, menschenrechtlich) wurden angewandt? - Liegen bereits Zusagen oder Absichtserklärungen der potenziellen Gaststaaten vor? Bitte übermitteln Sie diese. - Welche Konsultationen mit lokalen Behörden und Zivilgesellschaft in potenziellen Gaststaaten fanden statt? 4. Kosten, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit - Bitte legen Sie die vollständige Kostenkalkulation vor (Investitions-, Betriebs-, Personal-, Sicherheits-, Transport-, Rechtsbehelfs-, Monitoringkosten). - Welche Finanzierungsquellen sind geplant (nationale Budgets der beteiligten Staaten, EU-Fonds wie AMIF, NDICI/Global Europe, EFSD+, sonstige Instrumente)? Bitte beziffern Sie zugesagte und geplanten Mittel, mit denen die Hubs betrieben werden sollen. - Wie ist der Kostenverteilungsschlüssel zwischen den Staaten? Gibt es Zusagen der Kommission? - Liegt eine Kosten-Nutzen-Analyse inklusive Sensitivitätsanalyse vor (z. B. Kosten pro Rückführung, Auslastungsannahmen, Szenarien)? Bitte übermitteln Sie diese. 5. Zeitrahmen und Meilensteine - Welche konkreten Meilensteine enthält die Roadmap (Pilotphase, Vertragsabschlüsse, Bau/Umrüstung, Inbetriebnahme, Evaluationspunkte)? - Bitte geben Sie den geplanten Starttermin sowie den Zeitpunkt des vorgesehenen Vollbetriebs an. 6. Andere geplante Maßnahmen - Sind neben den „Return Hubs“ weitere Initiativen geplant, die Funktionen in den Bereichen Asylprüfung, Vorprüfung/Screening, Identitätsfeststellung, Unterbringung, Rückführungskoordination oder Nachbetreuung in Drittstaaten verlagern? Bitte listen Sie diese Projekte mit Zielsetzung, Zuständigkeiten und Umsetzungsstand auf.
Für den Fall einer Informationsverweigerung beantrage ich hiermit einen Bescheid gemäß § 11 IFG. Mit freundlichen Grüßen Sebastian Sperner Anfragenr: 4558 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.at/a/4558/ Postanschrift Sebastian Sperner << Adresse entfernt >>
Mit freundlichen Grüßen Sebastian Sperner
Bundesministerium für Inneres
IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026 Sehr geehrter Herr Sperner, …
Von
Bundesministerium für Inneres
Betreff
IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026
Datum
7. April 2026 13:09
Status
Warte auf Antwort
857,5 KB
geschwärzt
853,9 KB
Sehr geehrter Herr Sperner, im Anhang darf das Erledigungsschreiben zur gefälligen Kenntnisnahme übermittelt werden. Mit freundlichen Grüßen,
Sebastian Sperner
AW: IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026 [#4558] Guten Tag, aufgr…
An Bundesministerium für Inneres Details
Von
Sebastian Sperner
Betreff
AW: IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026 [#4558]
Datum
7. April 2026 14:21
An
Bundesministerium für Inneres
Status
E-Mail wurde erfolgreich versendet.
Guten Tag, aufgrund der unvollständigen Beantwortung meines Informationsbegehrens bzw. der Verweigerung des Zugangs zu Informationen verlange ich hiermit die Erlassung eines Bescheides nach § 11 IFG. Die unter Verweis auf „noch nicht fertige Information“ verweigerte Beantwortung des Informationsbegehrens ist mit der Rechtsprechung des EGMR zu Art. 10 EMRK - auf die in den von Ihnen genannten parlamentarischen Materialien ausdrücklich Bezug genommen wird - jedenfalls nicht in Einklang zu bringen (vgl. AB 2420 BlgNR 27. GP, 17). Mit freundlichen Grüßen Sebastian Sperner Anfragenr: 4558 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.at/a/4558/ Postanschrift Sebastian Sperner << Adresse entfernt >>
Bundesministerium für Inneres
AW: IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026 [#4558] Sehr geehrter Her…
Von
Bundesministerium für Inneres
Betreff
AW: IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026 [#4558]
Datum
5. Juni 2026 11:26
Status
Warte auf Antwort
geschwärzt
1,3 MB
Sehr geehrter Herr Sperner, im Anhang wird das Erledigungsschreiben zur gefälligen Kenntnisnahme übermittelt. Mit freundlichen Grüßen
Bundesministerium für Inneres
Mitteilung an die Partei über Vorlage der Beschwerde an das BVwG - zu IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren v…
Von
Bundesministerium für Inneres
Betreff
Mitteilung an die Partei über Vorlage der Beschwerde an das BVwG - zu IFG Anfrage betreffend Rückführungszentren von Herrn Sebastian Sperner vom 10.3.2026
Datum
22. Juli 2026 15:50
Status
Nicht-öffentliche Anhänge:
erledigung.pdf
181,7 KB
Sehr geehrter Herr Mag. Sperner, im Anhang darf das Erledigungsschreiben zur gefälligen Kenntnisnahme übermittelt werden. Mit freundlichen Grüßen,